Steuerung von Intensivkapazitäten in der Corona-Krise

Kooperation und Vernetzung – essenzielles Wissen in der Zeit der Pandemie und danach
Für die erfolgreiche Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe ist es essenziell, vorhandene Intensiv- und Intermediate Care-Kapazitäten zu kennen, effizient zu nutzen oder weitere Ressourcen verfügbar zu machen und überregional zu kooperieren. 

miralytik hat deshalb das Online-Tool miralytik.live entwickelt zur schnellen Erfassung und Echtzeitsteuerung der vorhandenen und potenziellen Kapazitäten. Es wurde am 18.03.2020 für Kliniken und ambulante Intensivpflegeeinrichtungen kostenlos bereitgestellt, sodass diese umgehend mit der Erfassung und Steuerung beginnen konnten.

-> zum Newsticker miralytik.live
 
Das Tool ist ausschließlich für Kliniken und die im Krisenfall mit der Steuerung beauftragten Institutionen vorgesehen. Es wird von einem großen Team aus Ärzten verschiedenster Fachrichtungen, Intensiv- und Notfallmedizinern, Klinikmanagern, Entwicklern und Datenbankspezialisten betreut.

miralytik.live schafft die notwendige Transparenz für Kliniken, Verbünde, Konzerne, Bund und Länder und erlaubt die sinnvolle Nutzung und Steuerung der regionalen und überregionalen Kapazitäten. So können Krisenstäbe sehr schnell freie Betten in der Nähe der tatsächlichen Bedarfe finden und reservieren/belegen bzw. durch geeignete Maßnahmen nicht nutzbare Ressourcen schnell reaktivieren und dadurch in der Krise aktiv steuern.

  • Wie viele Intensivpflegebetten sind wo aktuell (in Echtzeit) frei oder (durch Covid-19-Patienten) belegt?
  • Wie viele Intensivpflegebetten sind aktuell wo und aus welchem Grund gesperrt?
  • Wie viele Betten könnten wo und durch welche Maßnahmen schnell wieder oder zusätzlich in Betrieb genommen werden?
  • Wo sind keine Kapazitäten mehr vorhanden und wo müssten damit verbunden Interimskapazitäten geschaffen werden?
  • Wo ist das nächste geeignete Bett für beatmungspflichtige Kinder oder Erwachsene?
  • Wieviel Material (Schutzkleidung, Masken, Medikamente) ist aktuell vorhanden und für wann sind Lieferungen terminiert?

Zusätzlich werden epidemiologische Daten integriert und analysiert. Ähnlich wie ein Tsunami-Frühwarnsystem erkennt das Tool, wann eine neue Welle mit Corona-Patienten auf die Kliniken zurollt. Und weil sich abzeichnet, dass nicht die Betten, sondern vor allem das dafür benötigte Personal und die Ausstattung eine Mangelressource sein wird, werden auch diese Daten beim Corona-Monitor abgebildet. Ist ein Bett gesperrt, weil ein Arzt, eine Pflegekraft oder ein Beatmungsgerät fehlt, wird das angezeigt, so dass man sich auch hier innerhalb einer Region aushelfen kann.

Das neue Instrument ist auf der Website https://miralytik.live erreichbar. Nach einer schnellen Registrierung und Verifizierung können direkt die vorhandenen und potenziellen Intensivstationen angelegt und mit geringstem Aufwand in Echtzeit gepflegt werden. Weder Patienten- noch Mitarbeiterdaten werden erfasst, sodass auch datenschutzrechtlich keine Hindernisse bestehen.

Auch nach dem Einsatz im Rahmen der Covid-19-Epidemie schafft das Tool langfristig große Mehrwerte für den bedarfsgerechten Einsatz der Intensivkapazitäten im Gesundheitswesen.
 

Kontakt

Fragen rund um miralytik.live beantworten wir gern!

Rufen Sie uns an: +49 40 696 3819 85 oder schreiben Sie uns: live@miralytik.de